Shopfloormanagment

Shopfloormanagement – wirksames Führen am Ort des Geschehens

Shopfloormanagement ist ein Werkzeug, das Transparenz in ihre Produktion bringt und zwar dort, wo die Produktion stattfindet, im Shopfloor, also auf der Werkstattebene. Shopfloormanagement ist kein Projekt, sondern das Steuern des Tagesgeschäfts! Kennzeichen sind:

  • gleiche Informationsaufbereitung in einem Bereich
  • einfache Informationsaufbereitung
  • Berichts- und Entscheidungstool kein Diskussionswerkzeug
  • wiederholter Ablauf.

Shopfloor-Management häufig nicht in IT Systemen durchgeführt, sondern mit Papier und Bleistift. Diese ermöglicht eine sehr schnelle, einfache und pragmatische Arbeit an der Visualisierung des Zustandes der Produktion. Ich persönlich bin ein Fan von Papier und Stift, sehe aber mit Tablets, SharePoint oder Clouds dort mittelfristig eine Ablösung.

Der Unterschied zu einer klassischen Meistersteuerung besteht darin, dass nicht der Meister allein steuert. Beim Shopfloormanagement sind auch die angrenzenden Prozesse dabei. Diese Prozesse beeinflussen den Prozess oder werden durch diesen gesteuert. Klassischerweise sind beim Shopfloormanagement einer Montageeinheit der operative Einkauf, die Fertigung oder die Logistik als „Lieferanten“ aktive Teilnehmer, ein Versand oder der Vertrieb als „Kunde“.

Häufig wird die Frage gestellt: „wie mache ich Shopfloor-Management?“ Um diese Frage individuell für Ihre Firma zu beantworten, wird eine Vorgehensweise vorgestellt. Die Entscheidung, was für Ihre Firma am besten passt, müssen Sie treffen.

Inhalte des Shopfloormanagements

Die erste Frage ist worin soll Transparenz erzeugt werden? Klassisch haben Sie ein Team, eine Gruppe oder Abteilung, das für verschiedene Kunden Aufträge bearbeitet. Transparenz wird benötigt, ob alle Auftrag termingerecht fertig gestellt werden, welche Mitarbeiter an diesem Auftrag arbeiten. Die Transparenz von Budgets bringt eine Übersicht über Kosten. Wenn Sie eine Serienfertigung haben erstellen Sie für diese gewünschten Informationen eine Liste und müssen das für zum Beispiel zehn oder 15 Aufträge jeden Tag erarbeiten. Die Führung ist jeden Tag 5 Minuten mit ihren Mitarbeitern vor Ort zur Erfassung des Status und dem Bericht über Störgrößen wie technische Probleme oder Kapazitätsmangel. Sie sehen Abweichungen zum Vortag und wissen dadurch, wo sie an diesem Tag ihre Priorität legen. Daraus müssen Entscheidungen folgen.

Störgrößen werden dokumentiert und die Abarbeitung in den nächsten Tagen verfolgt. Fehler und Defizite, die nicht eigenständig behoben werden können, werden an den verantwortlichen Bereich adressiert. Deshalb ist Shopfloormanagement kaskadiert aufgebaut. Die Information fließt buttom up. In einem Shoploor für das Management, bei dem die Teamleiter den Abteilungsleiterbereichsleiter berichten, werden diese Themen adressiert.

Teilnehmer

Damit ergibt sich die nächste Frage: „wer nimmt am Shopfloor Management teil?“

Aus dem Prozessgedanken heraus muss dies der Vorgängerprozess als Lieferant sein. Dieser liefert Material, Informationen oder andere Inputs in den Prozess ab. Der Vorgängerprozess kann deshalb auch Störgrößen auslösen oder auch den Prozess verbessern. Das gleiche gilt für den nachfolgenden Prozess. Dort muss das Ergebnis des eigenen Prozesses geliefert werden. Ablieferung kann bedeuten, dass die Lieferung zum Kunden erfolgt oder zur nachfolgenden Abteilung, also einem internen Kunden. Wird gleichzeitig an eine Führungskraft berichtet, ist diese ebenso einzuladen.

Organisation

Es muss klar geregelt sein, wer die Informationen und Kennzahlen vor der Shopfloorbesprechung pflegt, normalerweise der Verantwortliche für das Team, die Abteilung, den Bereich.

Der Maßnahmenplan ist vom Vortag zu pflegen.

Es gibt eine Teilnehmerliste mit festen Teilnehmern und sporadischen Teilnehmern.

Regeln

  • Shopfloor-Management muss immer zum gleichen Zeitpunkt stattfinden! (Uhr)
  • Die Teilnahme wird dokumentiert. (Teilnehmerliste)
  • Es wird nicht telefoniert und es gibt nur ein Gespräch
  • Wir fragen sachlich nach
  • Shopfloormanagement ist keine Diskussionsrunde sondern eine Berichts- und Entscheidungsrunde.
  • Maßnahmen mit Verantwortlichen und Termin sind zu definieren. (Maßnahmenplan)
  • Pro Team maximal die maximale Zeit definieren.
  • Probleme werden angesprochen nicht beschrieben!
  • Probleme ohne Entscheidungsbasis werden später analysiert mit den Lösungserarbeitern!
  • Es wird prioriisert
  • „Go and See“: Geh an den Ort des Geschehens nach dem Shopfloor! Nutze Methoden zur Ursachenanalyse (5W, Ishikawa)

Erweiterung des klassischen Shopfloormanagements:

  • Definieren Sie auch Regelmaßnahmen wie Ordnung und Sauberkeit.
  • Gehen Sie auf die Arbeitssicherheit ein!
  • Nehmen Sie organisatorische Themen auf
  • Aber: Erzeugen Sie kein Diskussionsforum!
  • Kontinuierlichen Verbesserungsprozess monitoren

Hilfmittel

Alles um Visualisierung mit Magneten mit ein paar Beispelen:

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Die Vorlagen können eingescannt werden, laminiert und mit lösbaren Stiften beschrieben werden und wieder gelöscht werden

Halter für die Stifte, gibt es auch magnetisch oder es können Magnete geklebt werden.

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